Die diesjährige Rheinwoche 2018 machte wieder Halt in Ruhrort und der RBV war dabei.

 

Die Rheinwoche ist eine Segelregatta für Binnensegler, die zur Pfingstzeit auf dem Rhein ausgetragen wird. Ein ganz besonderes Event, da das Segeln auf dem Rhein eigentlich verboten ist.
In mehreren Etappen segeln die teilnehmenden Boote über mehrere Tage die jeweilige Strecke, die alle zwei Jahre auch über Ruhrort führt. Ein Begleitschiff steht den Seglern dabei für Übernachtung und Verpflegung in den Pausen zur Verfügung.

 

Auf diesem Schiff, der MS Eureka durften wir auch dieses Jahr wieder die Regatta begleiten und das Geschehen aus der Nähe betrachten.
Wie schon 2016 haben der Ruhrorter Bürgerverein zusammen mit dem Ruhrorter Yachtclub dies ermöglicht und organisiert und so startete der Pfingstsonntag mit dem Transfer nach Düsseldorf.
Mit einem modernen Reisebus wurden die Teilnehmer nach Düsseldorf-Lörrick zum Yachthafen gefahren. Dort hatten die rund 75 Segler am Vorabend angelegt und von dort sollten sie gegen 10 Uhr auch zur ersten Etappe Richtung Ruhrort starten.

 

Nachdem wir an Bord der Eureka gegangen waren, das Schiff den verhältnismäßig kleinen Hafen verlassen hatte und sich auch die Boote der DLRG und der Wasserschutzpolizei auf dem Rhein in Position gebracht hatten, fiel auch schon der Startschuss für die erste Gruppe der Segler, die gruppenweise, nach Bootsklassen eingeteilt das Rennen starten konnten.


Vom Deck der Eureka aus war das ein wunderbarer Anblick. Bei herrlichstem Wetter und sommerlichen Temperaturen strahlten die aufgeblähten Segel mit dem Himmel um die Wette. Als schließlich alle Gruppen gestartet waren hieß es auch für die Eureka Leinen los und ab durch die Mitte. Das konnte man oft genug wörtlich nehmen, denn auf dem Weg nach Ruhrort haben wir das inzwischen lang gezogene Feld der Segler mehrmals durchfahren. Für die eine oder andere Frage stand uns an Bord die Rennleitung zur Verfügung und die Kommentare und Durchsagen des Kapitäns ergänzten die Tour perfekt.

Unterwegs boten sich spektakuläre Bilder von waghalsigen Manövern, wenn die Segler mehr oder weniger freiwillig fast auf Tuchfühlung mit der Eureka und auch den normal fahrenden Berufsschiffern gingen. Natürlich hatten die DLRG und die WSP immer ein waches Auge auf das Geschehen. Unterwegs bot sich auch die Gelegenheit, dem Kapitän auf der Brücke ein paar Minuten Gesellschaft zu leisten. Der Funkverkehr zwischen der WSP und der Berufsschifffahrt, dem man nun zuhören konnte war tatsächlich sehr interessant und beruhigend. Die Schiffe, die sich der Regatta näherten wurden allesamt gewarnt vor den rund 75 Segelbooten und dringend ermahnt, wachsam zu sein. Sicherheit ist schließlich gerade in solchen Situationen ein ganz wichtiger Faktor.

 

Gegen Mittag näherten wir uns dem Etappenziel Ruhrort und kurz vor der Einfahrt in den Yachthafen überholten wir die zur Zeit führende Gruppe, um als erste im Hafen einzufahren und die Segler beobachten zu können, wie auch sie nach und nach Ruhrort erreichten. Dort erwarteten uns schon viele Zuschauer an Land und auch auf Booten auf dem Wasser und sie bereiteten allen Beteiligten mit Musik und Applaus einen wunderbaren Empfang.

 

Auf dem Gelände des Ruhrorter Yachtclubs gab es dann kühle Getränke und Leckeres vom Grill, bevor es dann nach der Mittagspause weiterging zur zweiten und letzten Etappe nach Wesel.

Auch diesmal waren wir an Bord der Eureka ganz nah dabei, als die Boote wieder die Segel setzten und gruppenweise starten konnten, wodurch sich das Feld natürlich ebenfalls sehr schnell entzerrt und auf dem Rhein verteilt hat.

Auf dem Weg nach Wesel säumten viele Zuschauer die Ufer des Rheins und winkten den Seglern zu, während die Eureka ein weiteres Mal an der wechselnden Uferlandschaft vorbeizog und dabei immer wieder größere und kleinere Segelboote überholte.

 

Gegen 18 Uhr erreichten wir Wesel und konnten eine Weile die Segler beim Überfahren der Ziellinie beobachten, bevor wir mit der Eureka in den Yachthafen eingefahren sind und festmachen konnten.

Dort auf dem Gelände des Yacht Clubs und der Ruder- und Tennisgesellschaft Wesel gab es dann eine große Party mit Live Musik, kühlen Getränken, einem gegrillten Ochsen am Spieß und natürlich jeder Menge erschöpfter, aber gutgelaunter Segler, die sich nun auf die folgende Siegerehrung freuen konnten. Wir konnten schließlich in unseren Bus steigen, der uns sicher wieder nach Ruhrort gebracht hat.

 

Den Siegern der Regatta an dieser Stelle unseren Glückwunsch und natürlich allen beteiligten Seglern einen dankbaren Gruß aus Ruhrort. Wenn wir dürfen, sind wir ganz bestimmt auch 2020 wieder dabei an Bord der Eureka.